Ziel

Entdecken Sie Verdis Parma

Diese malerische Stadt bietet beeindruckende Architektur, Musik und Werke zahlreicher namhafter Renaissance-Künstler ... an einem Ort vereint.

2020 wird die elegante nördliche Bildungsstadt als Italiens Hauptstadt der Kultur die Trommel rühren. Sie bietet einen cleveren Kontrast zu den Touristenströmen Venedigs, der frechen Modeszene Mailands und der prächtigen Schönheit von Florenz. Parma ist klein, aber oho. Perfekt erhaltene mittelalterliche und barocke Gebäude reihen sich an das atemberaubende moderne Renzo Piano Auditorium und Mario Bottas ehrwürdigen Piazzale della Pace.

Nur wenige Schritte entfernt beherbergt die Galleria Nazionale Werke der berühmten Renaissance-Künstler Leonardo, Parmigianino und Canaletto. Die prunkvollen Kirchen der Stadt bieten eine irrsinnige Anzahl von Fresken und Illusionsmalereien. Correggios Kuppel in der Cattedrale di Santa Maria Assunta, die die Aufnahme Marias in den Himmel darstellt, lässt Besucher mit Staunen den Hals verdrehen. Nebenan befindet sich das achteckige Baptisterium, eine 800 Jahre alte Ode an den hellrosa Marmor von Verona. All das, und Ihr FitBit verzeichnet nicht mal 1000 Schritte.

„Du magst das Universum haben, doch überlass Italien mir.“

Giuseppe Verdi

Composer

Auch Musik spielt eine zentrale Rolle im Selbstverständnis der Stadt. Immerhin handelt es sich um die Geburtsstadt und den langjährigen Wohnort Verdis. Das Teatro Regio aus dem 19. Jahrhundert, oft als der wahre Geburtsort der Oper gepriesen, ist zugleich eines der schönsten Theater Italiens – und Sie müssen weit im Voraus buchen, um an ein Paar Tickets für eine Aufführung in seinem vergoldeten Auditorium zu kommen (es gibt auch Tagestouren, wenn Sie nur einen Blick darauf erhaschen möchten).

Das Essen ist für die kulturelle Identität dieser Region des Landes, Emilia-Romagna, von entscheidender Bedeutung. Es wird fast so verehrt wie die Geschichte und die Kunst. Parma ist Italiens Aushängeschild für das Schwein: Prosciutto, Salami, Culatello und Coppa zieren jeden Tisch, neben riesigen Rädern von gealtertem Parmesankäse. Die traditionellen Trattorien, Straßencafés, Weinlokale und Feinkostläden halten am Status Quo fest und servieren reichhaltige, beruhigende, wintererwärmende Schalen mit festlichen Anolini in Brodo und Lasagne mit Nudelschichten aus grünem Spinat. Während in alten Lieblingsgaststätten wie Cocchi (ristorantecocchi.it) immer ein konstant hohes Niveau geboten wird, sprengen Restaurants wie Parizzi (ristoranteparizzi.it) und Inkiostro (ristoranteinkiostro.it) kulinarische Grenzen. Alma (alma.scuolacucina.it), die beste Kochschule im Land, befindet sich gleich außerhalb der Stadt. Denn „Hauptstadt der Kultur“ ist nicht der einzige Titel, mit dem Parma prahlen kann. Dies war schließlich der erste Ort Italiens, der von der UNESCO als Kreative Stadt der Gastronomie ausgezeichnet wurde.